{"id":775,"date":"2019-07-16T08:51:42","date_gmt":"2019-07-16T08:51:42","guid":{"rendered":"https:\/\/dfind.pwdev.de\/?p=775"},"modified":"2019-10-19T11:25:24","modified_gmt":"2019-10-19T11:25:24","slug":"heuschrecke-oder-heilsbringer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dfind.com\/en\/heuschrecke-oder-heilsbringer\/","title":{"rendered":"Heuschrecke oder Heilsbringer?"},"content":{"rendered":"<h4 style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #006880;\"><strong>Was steckt wirklich hinter Private Equity?<\/strong><\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Meinungen zum Thema Private Equity gehen weit auseinander. W\u00e4hrend einige sich sehr kritisch \u00fcber die vermeintliche negative Absicht von Private-Equity-Firmen \u00e4u\u00dfern, sehen andere in dieser Form der Kapitalanlage eine ideale M\u00f6glichkeit, Firmen vor der Insolvenz zu bewahren. Bei wieder anderen ruft der Begriff nur Fragezeichen im Kopf hervor.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">An dieser Stelle wollen wir Abhilfe schaffen und erl\u00e4utern die wichtigsten Fakten rund um das Thema Private Equity.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #006880;\"><strong>Wie funktioniert Private Equity?<\/strong><\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: left;\">Private Equity bedeutet im Deutschen so viel wie au\u00dferb\u00f6rsliches Eigenkapital. Finanzexperten bezeichnen damit also eine Form des Beteiligungskapitals an nicht b\u00f6rsennotierten Unternehmen oder an solchen, die andere Firmen komplett aufkaufen, um sie anschlie\u00dfend von der B\u00f6rse zu nehmen. In \u00e4u\u00dferst seltenen F\u00e4llen kommt es aber auch zu der Ausnahme, dass Beteiligungsgesellschaften in die an der B\u00f6rse gelistete Unternehmen investieren. Sie m\u00fcssen in diesem Fall \u00fcber ungenutztes Wachstumspotenzial verf\u00fcgen, dass eine Private-Equity-Beteiligung heben kann. Die <strong>Investitionen<\/strong> in eine Firma erfolgen meist durch spezielle Beteiligungsgesellschaften. Im Gegensatz zu anderen Beteiligungsformen wie beispielsweise Aktien verpflichten sich die Kapitalgeber dazu, ihre Unternehmensanteile auf einen festgelegten Zeitraum, meist mehrere Jahre, zu behalten. Investoren erhalten ihren Erl\u00f6s erst, wenn die Beteiligungen an eine andere Firma verkauft werden oder das Unternehmen wieder an die B\u00f6rse geht. Damit der Kapitalgeber eine m\u00f6glichst gro\u00dfe Rendite erwirtschaftet, suchen Private-Equity-Gesellschaften systematisch Unternehmen aus, die ein gutes Verh\u00e4ltnis von Rendite und Risiko, damit einen stabilen Cashflow sowie ein \u00fcberdurchschnittliches Wachstumspotenzial haben<span style=\"color: #000000;\">.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #33cccc;\">Aufgrund der verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gro\u00dfen Investitionskosten und des Wachstumspotenzials in dieser Branche ist der Anteil an Private-Equity-Beteiligungen besonders in Hightech-Unternehmen gro\u00df.<\/span><\/p>\n<h4 style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #006880;\"><strong>Formen des Private Equity<\/strong><\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: left;\">Beteiligungsgesellschaften unterst\u00fctzen Unternehmen in drei verschiedenen Phasen. So besteht etwa die M\u00f6glichkeit, bei Start-ups in der entscheidenden Gr\u00fcndungsphase Kapital einzusetzen. Diese Form des Private Equity bezeichnen Experten als <strong>Venture Capital<\/strong>. Plant ein Unternehmen zu expandieren, erh\u00e4lt es sogenanntes <strong>Growth Capital<\/strong>, also Wachstumskapital. Sogenannte <strong>Buy-out-Finanzierungen<\/strong> helfen Firmen in einer schwierigen Finanzlage oder regeln die Nachfolge einer Firma.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-845 size-large\" src=\"https:\/\/dfind.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/AdobeStock_50416466-1024x704.jpeg\" alt=\"\" width=\"730\" height=\"502\" srcset=\"https:\/\/dfind.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/AdobeStock_50416466-1024x704.jpeg 1024w, https:\/\/dfind.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/AdobeStock_50416466-300x206.jpeg 300w, https:\/\/dfind.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/AdobeStock_50416466-768x528.jpeg 768w\" sizes=\"(max-width: 730px) 100vw, 730px\" \/><\/p>\n<h4 style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #006880;\"><strong>Vorteile oder Vorurteile?<\/strong><\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: left;\">Besonders Start-ups profitieren vom Einsatz von Venture Capital und von dem Know-how, das ihnen Private-Equity-Unternehmen bieten. Aber auch f\u00fcr Firmen, die in einer problematischen Marktsituation stecken, bringt das geb\u00fcndelte Wissen einen enormen Wandel. H\u00e4ufig verf\u00fcgen Private-Equity-Unternehmen \u00fcber Experten mit sowohl industriellem als auch operativem <strong>Know-how<\/strong> und <strong>Erfahrung<\/strong> in der Produktivit\u00e4ts- und Effizienzsteigerung.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #33cccc;\">Dennoch k\u00e4mpfen sie oftmals mit einem schlechten Ruf, sodass Medien und Gesellschaft sie vielfach als Heuschrecken bezeichnen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dahinter steht die Annahme, dass die Kapitalgeber darauf aus sind, Firmen, die sich in einer Notsituation befinden, aufzukaufen. Danach entlassen sie angeblich viele Mitarbeiter, um Personalkosten zu sparen und das Unternehmen dann zu einem h\u00f6chstm\u00f6glichen Preis wieder zu verkaufen. Dieser Mythos entstand h\u00f6chstwahrscheinlich aufgrund von mangelndem Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die relativ neue Investitionsform oder durch vereinzelte schwarze Schafe, die den Ruf der gesamten Branche sch\u00e4digten. Die Realit\u00e4t spricht dabei eine andere Sprache. Nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) steigt die Mitarbeiterzahl in den Firmen, die von Private-Equity-Unternehmen finanziert werden. Ihr Interesse liegt schlie\u00dflich darin, die Firmen, in die sie investieren, weiterzuentwickeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #33cccc;\">Dies geht auch mit einer wachsenden Zahl an Arbeitspl\u00e4tzen einher.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Im Zuge von Umstrukturierungen kommt es aber in einigen F\u00e4llen zu Mitarbeiterentlassungen.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #006880;\"><strong>Risiken nicht untersch\u00e4tzen<\/strong><\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: left;\">Doch trotz vieler Vorteile bedeuten Private-Equity-Beteiligungen auch Risiken. Vor allem im Bereich der Start-up-Finanzierung herrscht gro\u00dfe Unsicherheit, ob das eingesetzte Kapital auch einen Ertrag bringt oder ob es zu einem totalen Verlust kommt, wenn das Start-up pleitegeht. Eine M\u00f6glichkeit besteht daher darin, in <span style=\"color: #000000;\"><strong>Private-Equity-Fonds<\/strong><\/span> zu investieren. Diese Fonds streuen das angelegte Geldmittel \u00fcber mehrere Unternehmen, sodass selbst ein Totalausfall einer Anlage nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig ins Gewicht f\u00e4llt. Trotz des Risikos der Anleger herrscht h\u00e4ufig das Vorurteil, dass <span style=\"color: #000000;\"><strong>Private-Equity-Manager<\/strong><\/span> regelm\u00e4\u00dfig hohe Boni einstreichen. Stattdessen erhalten sie erst nach erfolgreichem Abschluss der Investition einen Kapitalertrag aus den Fondsgewinnen, Carried Interest genannt. Sie bekommen damit neben ihrem monatlichen Gehalt eine Form der Ergebnisbeteiligung.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-1094 size-large\" src=\"https:\/\/dfind.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/AdobeStock_228665394-1024x829.jpeg\" alt=\"\" width=\"730\" height=\"591\" srcset=\"https:\/\/dfind.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/AdobeStock_228665394-1024x829.jpeg 1024w, https:\/\/dfind.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/AdobeStock_228665394-300x243.jpeg 300w, https:\/\/dfind.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/AdobeStock_228665394-768x622.jpeg 768w\" sizes=\"(max-width: 730px) 100vw, 730px\" \/><\/p>\n<h4 style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #006880;\"><strong>Gute Aussichten<\/strong><\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: left;\">Das g\u00e4ngige Vorurteil, dass Private-Equity-Unternehmen lediglich gierig nach einer gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Rendite in k\u00fcrzester Zeit sind, h\u00e4lt sich noch immer. Dennoch erkennen immer mehr Menschen die Vorteile, die diese Form der Kapitalanlage bringt, und die Tatsache, dass hohe Renditen nicht im Konflikt mit den Zielen der finanzierten Firma stehen. Auch dank der <strong>Transparenz<\/strong>, mit der Private-Equity-Anleger mittlerweile ihre Gesch\u00e4fte t\u00e4tigen, sinkt die Skepsis in der Bev\u00f6lkerung. Zudem kommen bei gro\u00dfen Konzernen Wachstumskapitalanlagen inzwischen immer h\u00e4ufiger vor, sodass sich auch mehr und mehr Erfolgsgeschichten verzeichnen lassen. Finanzexperten gehen davon aus, dass dieser Markt weiterhin w\u00e4chst.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #33cccc;\">Daher bedeutet die Suche nach idealen Mitarbeitern f\u00fcr Private-Equity-Unternehmen eine gro\u00dfe Herausforderung. Sie sorgen schlie\u00dflich nicht nur f\u00fcr gute Abschl\u00fcsse, sondern dienen auch als Aush\u00e4ngeschild f\u00fcr das Unternehmen und die Branche.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was steckt wirklich hinter Private Equity? Die Meinungen zum Thema Private Equity gehen weit auseinander. W\u00e4hrend einige sich sehr kritisch \u00fcber die vermeintliche negative Absicht von Private-Equity-Firmen \u00e4u\u00dfern, sehen andere in dieser Form der Kapitalanlage eine ideale M\u00f6glichkeit, Firmen vor der Insolvenz zu bewahren. 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