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Transformation, Revolution, Disruption
Digitale Transformation
blog
Juli 16, 2019
5 Minuten
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By Simone

Wieso die digitale Entwicklung nicht aufzuhalten ist

Kaum einer möchte bestreiten, dass wir uns durch die Digitalisierung aktuell in einer Zeit der Veränderung befinden. Ob wir dabei von einem transformativen, revolutionären oder disruptiven Prozess sprechen möchten, also einer Zeit des Übergangs, der radikalen Veränderung oder des völligen Umbruchs, sei jedem selbst überlassen. Festhalten lässt sich allerdings, dass diese Veränderung exponentiell abläuft. Immer schnellere Entwicklungen bringen immer mehr Neues auf den Markt. Dahinter steckt die Annahme, dass Innovationen zunächst sehr langsam anlaufen, dann aber schnell durch die Decke gehen. Diese Beobachtung lässt sich auf das Mooresche Gesetz zurückführen. Gordon Moore war Mitbegründer einer der bekanntesten Hersteller von Mikroprozessoren und stellte bereits im Jahr 1965 die Behauptung auf, dass sich die Menge an Transistoren, die in einen Mikrochip passen, alle zwei Jahre auf das Doppelte erhöht und damit exponentiell ansteigt. Mit dieser Prophezeiung sollte Moore Recht behalten, selbst wenn sich der Trend zuletzt nicht mehr fortzusetzen scheint.

Das Problem besteht aber darin, dass es dem Menschen häufig schwerfällt, sich exponentielles Wachstum vorzustellen und somit auch die Geschwindigkeit des technischen Fortschritts zu begreifen.

Viele Unternehmen bemerken daher aktuell, dass sie dem digitalen Trend bereits hinterherlaufen, da sie sich zu spät um Veränderungsprozesse gekümmert haben.

Ein Wandel, der alle betrifft

Dabei betrifft die digitale Revolution nicht nur Unternehmen. Wissenschaft, Gesellschaft und Staat spielen eine mindestens ebenso große Rolle. Während die Forschung technische und wissenschaftliche Grundlagen für den Wandel zur Verfügung stellt, lenkt der Staat die Entwicklung durch Förderung und Regulation.

Beide Teile agieren dabei gleichzeitig auch als Anwender.

Basis der Entwicklung bilden digitale Technologien, wie Cloud-Computing oder Datenanalyse, die durch eine geeignete Infrastruktur erst ermöglicht werden. Hierzu zählen Endgeräte wie Computer und Smartphone ebenso wie eingebettete Systeme in Maschinen oder Fahrzeugen. Sie ermöglichen die Vernetzung und den Austausch der digitalen Anwendungen – nicht nur zwischen Maschinen, sondern auch zwischen Maschinen und Menschen.

 

 

Veränderung bringt Vor- und Nachteile

Diese Veränderungsprozesse bringen für den Endverbraucher vielerlei Annehmlichkeiten, wie etwa die Tatsache, dass Musik und Filme nicht mehr physisch, sondern als digitale Dateien vorliegen und sich somit von überall aus abrufen lassen. Unternehmen verlangen die Prozesse allerdings ein hohes Maß an Flexibilität und Agilität ab. Schnell zu reagieren bringt einen Vorsprung, mit dem sich ein Unternehmen von einem anderen in entscheidender Weise abhebt. Außerdem stehen alle Zeichen auf Individualisierung. Die Wünsche und Ansprüche der Kunden rücken noch weiter in den Fokus. Allerdings können Unternehmen heutzutage wesentlich früher reagieren, da die Kommunikation mit den Kunden einfacher, schneller und direkter verläuft.

Während die Industrialisierung Massenproduktion hervorbrachte, können neue Technologien wie 3D-Drucker schnell Prototypen oder seltene Einzelteile auf Wunsch herstellen.

Jedoch betrifft dieser Punkt nicht nur die Produktion, sondern auch das Marketing, das sich wesentlich genauer an die jeweiligen potenziellen Kunden richtet.

Was tun?

Auch wenn Unternehmen wissen, dass sie dringend auf den Digitalisierungszug aufspringen müssen, bleibt das „Wie“ bislang ungeklärt. Auf der einen Seite schrecken die meisten vor einem disruptiven Cut zurück, der die gesamte Unternehmensstruktur umkrempelt und bestehende traditionelle Geschäftsprozesse durch innovative Veränderungen ersetzt. Auf der anderen Seite befürchten sie, dass langsame Veränderungen einen zu langwierigen Prozess bedeuten. Eine allgemeingültige Antwort auf die Frage nach der idealen Umsetzungsstrategie, die für jedes Unternehmen passt, gibt es jedoch nicht.

 

 

Stattdessen: Nutzen Sie das Wissen anderer innovativer Unternehmen!

Besonders große Firmen gehen häufig Kooperationen mit Start-ups ein, die als Vorbilder in Sachen innovatives Denken gelten. In vielen Fällen kann das zu positiven Ergebnissen führen, von denen beide Seiten jeweils von der Erfahrung des anderen lernen.

Häufig kommt es aber zu Unstimmigkeiten aufgrund völlig unterschiedlicher Arbeitsweisen.

Es bietet sich daher viel mehr an, auf eigene digitale Köpfe im Unternehmen zu setzen. Außerdem bedeutet die digitale Transformation für jeden Unternehmensbereich und jede Firma etwas anderes. Seien Sie deshalb vorsichtig und übernehmen Sie nicht einfach eins zu eins Prozesse anderer Firmen.

Und sonst?

Checken Sie Ihre vorhandene Software und suchen Sie eventuell nach einer Alternative. Braucht Ihr Unternehmen wirklich noch Excel oder gibt es ein anderes Programm, das Ihren Ansprüchen besser entspricht? Denn auch Sie als Unternehmen sind Kunde und profitieren durch die digitale Transformation selbst von einem großen Angebot, das zum Teil auf sehr individuelle Probleme zugeschnitten ist.

 

Aber vergessen Sie nicht: Der Faktor Mensch spielt weiterhin eine zentrale Rolle. Das Know-how und die Expertise Ihrer Mitarbeiter sollten Sie nicht außer Acht lassen.